08.11.1973
1990 – 1995 
1996
1996 – 1998
Seit 1999
Geburt in Gay / Russland
Studium an der Universität in Orenburg 
Übersiedlung nach Deutschland / Sachsen 
Studium an der Universität in Dresden 
Lehrerin im sächsischen Schuldienst


 Schon während der Schulzeit nimmt Tatjana Meier Privatunterricht bei Kunstmaler Ivan Chvostov. Daran schließt sich Privatunterricht bei Nikolai Bojarkin, Professor an der Kunsthochschule in Orenburg, an.

 Nach ihrer Übersiedlung nimmt Tatjana Meier an verschiedenen Kunstkursen der Volkshochschule Leipzig teil. 2004 erfolgt der  Besuch der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. 

 2005 schließt sich Tatjana Meier einer Künstlergruppe unter Leitung des Künstlers Jakov Khesin an. Gleichzeitig nimmt sie Intensiv-Privatunterricht bei Künstlerin Lena Injia. 

 Russische Klassik und Impressionisten prägen, ermutigen und inspirieren Tatjana Meier auf der Suche nach der eigenen künstlerischen Sprache. 

 2007 verlässt sie die Künstlergruppe und nimmt Privatunterricht bei den Künstlern in Rom, u.a. beim Professor Paolo Casadei. Irakischer Künstler Hassan Haddad begleitet und unterstützt Tatjana Meier auf dem Weg zur professionellen Kunst. 

 Im Frühjahr 2008 präsentiert sie ihre Arbeiten erstmals der Öffentlichkeit in einer personellen Ausstellung in der Leipziger Galerie „Westart“. Dieser folgen mehrere Ausstellungen in Deutschland, Italien und England. 

 Im Frühjahr 2011 tritt sie dem Künstlerverein „SagArt“ bei. Im Rahmen der Künstlerverein-Arbeit führt sie mit gleichgesinnten KünstlerInnen einige schulorientierte Kunstprojekte durch.


Seit Juli 2014 ist Tatjana Meier Mitglied im Neuen Leipziger Kunstverein (NLKV).

Ihre Werke befinden sich im Privatbesitz in Italien, Deutschland und Australien. 

 

Die Sprache(n) der Bilder: Malerei von Tatjana Meier

International geprägt und stilistisch vielseitig ist das Werk von Tatjana Meier. In variablen Ansätzen und Themen, Motiven und Stilen zeigen ihre Bilder das gesamte Ausdruckspotential figurativer Darstellung bis hin zur Abstraktion.

Ihre Biographie erklärt die Adaption mehrerer Kulturen: Geboren in Russland, studierte Meier in Orenburg und Dresden Sprachen und bildete sich parallel zur Bildkünstlerin aus: Über Auslandsaufenthalte und weitere Ausbildungen eignete sie sich russische, deutsche, italienische und irakische Maltraditionen an – Bildersprachen werden ausdifferenziert und vervollkommnet.

 International sind die Projekte: seit 2008 Ausstellungen in verschiedenen Ländern, Künstler-Kooperationen und Kunstprojekte mit ihren Schülern. Meier arbeitet konzeptionell zu verschiedenen Themen, zumeist in Serien. Ihr Stil ist jeweils dem Sujet angepasst, setzt es in Farbe und Form, Rhythmus und Duktus individuell um. Ausgangspunkt ist etwas Erlebtes, etwas Gesehenes oder Gelesenes.

So inspirierten Italienreisen zu stimmungsvollen Ruinenlandschaften – surreale Orte des Vergangenen. Dynamische Linienschwünge der Kostüme im Carnevale di Venezia lassen die Figuren körperlos und abstrakt wirken. Klaviere, angeregt durch eine Dresdener Ausstellung, sind durch ungewöhnliche Perspektive und Spiegeleffekte eigenartig verfremdet; die feine Chromatik gedämpfter Farben betont die Affinität zur Musik.

Ob surreal-verfremdend, literarisch-symbolisierend oder naturhaft-dynamisch – Tatjana Meier verwandelt visuelle Erscheinungen und Vorstellungen in individuelle Ästhetik.

 

© Dr. Marina Linares, Kunsthistorikerin